ÖTTE macht keine Gefangenen: Mit „Seelenfresser“ schiebt der Düsseldorfer Rockmusiker einen der bissigsten Songs seiner aktuellen Schaffensphase nach vorne und spendiert dem Stück jetzt ein offizielles Musikvideo. Der Track stammt von der im Mai veröffentlichten EP „Prolog“ und liefert einen weiteren Vorgeschmack auf das noch für dieses Jahr angekündigte Studioalbum „Rockin’ Clown“. Wo dessen Titelstück zwischen Bühnenglanz und versteckter Melancholie pendelt, schlägt „Seelenfresser“ deutlich finsterer zu. Im Mittelpunkt stehen manipulative Menschen, die Konflikte säen, andere emotional aussaugen und am Ende vor allem verbrannte Erde hinterlassen. ÖTTE formuliert daraus keine versöhnliche Lebenshilfe, sondern eine klare Abgrenzung: Wer permanent Energie frisst, bekommt irgendwann die Tür gezeigt.
Ein Song für menschliche Energievampire
Besonders subtil ist der Titel natürlich nicht – und genau das dürfte beabsichtigt sein. Als „Seelenfresser“ bezeichnet ÖTTE jene Zeitgenossen, die Hetze, Streit und Intrigen geradezu als Freizeitbeschäftigung betreiben. Menschen, die andere herunterziehen, sich in Konflikten festbeißen und dabei genügend negative Energie verteilen, um ganze Räume zuverlässig auf Betriebstemperatur zu bringen. Gerade soziale Netzwerke bieten für diese Spezies bekanntlich ein nahezu unerschöpfliches Jagdgebiet.
Die Konsequenz des Songs fällt entsprechend direkt aus. Statt den nächsten sinnlosen Schlagabtausch zu führen, geht es darum, solche Strukturen zu erkennen und Grenzen zu ziehen. Musikalisch bekommt diese Botschaft ein deutlich schwereres Fundament als einige der melodischeren Stücke aus ÖTTEs jüngerer Vergangenheit. Heavy Rock, klassischer Hard Rock und eine düstere Alternative-Schlagseite bilden den Unterbau für einen Song, der kaum Interesse daran zeigt, schlechte Laune hinter hübschen Akkorden zu verstecken.
Ganz allein steht „Seelenfresser“ damit auf „Prolog“ allerdings nicht. Die am 29. Mai 2026 über NRT-Records erschienene EP wurde ausdrücklich als Vorhut für das kommende Album konzipiert und bündelt vier ziemlich unterschiedliche Seiten des Musikers. „Theater In Berlin“ arbeitet mit urbaner Bewegung und Großstadtgefühl, „Kalter Morgen“ schlägt wesentlich leisere und nachdenklichere Töne an und das eröffnende „Rockin’ Clown“ liefert jene Figur, die inzwischen zum visuellen und inhaltlichen Zentrum des neuen Kapitels geworden ist.
Der Phönix bekommt ein zweites digitales Leben
Parallel zum neuen Material räumt ÖTTE auch in seiner eigenen Vergangenheit auf. Hintergrund ist die schrittweise Neuveröffentlichung seines Backkatalogs. Einer der wichtigsten Bausteine dabei ist „Der Phönix aus der Asche“, das fünfte und endgültig letzte Studioalbum der ÖTTEBAND. Die Platte erschien ursprünglich 2024 und sollte eigentlich genau das werden, was ihr Titel verspricht: der Auftakt eines dauerhaften Comebacks.
Die Geschichte nahm bekanntlich eine andere Abzweigung. Nach der Rückkehr der ÖTTEBAND und dem ausverkauften Comeback im Neusser Further Hof führten interne Differenzen und Terminprobleme erneut zur Trennung. Im Oktober 2024 zog ÖTTE schließlich einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Frontmann der Formation. Damit wurde „Der Phönix aus der Asche“ unfreiwillig zum letzten Album der Band.

gepostet mit freundlicher Genehmigung durch den Künstler
Nun ist das Werk wieder digital verfügbar. Songs wie „Phönix“, „Neuland“, „Dieses eine Leben“, „Liebe bleibt“ oder das abschließende „Vorbei“ erzählen rückblickend fast schon passend von Aufbruch, Zusammenhalt, Veränderung und Abschied. Wer das letzte Kapitel der ÖTTEBAND verpasst hat, bekommt damit eine neue Gelegenheit, die neun Stücke am Stück zu hören.
Manege frei für den „Rockin’ Clown“
Dass ÖTTE inzwischen längst im nächsten Kapitel angekommen ist, zeigt das Video zu „Rockin’ Clown (Gimme All Your Lovin’)“. Der Musiker setzt darin nicht einfach auf einen weiteren bunten Bühnencharakter. Der Clown funktioniert vielmehr als Gegenfigur zwischen Rampenlicht und Einsamkeit. Er bringt seinem Publikum Rock’n’Roll, Fantasie und Ablenkung, während der eigene Schmerz möglichst dort bleibt, wo ihn niemand sehen kann.

Copyright: Ötte – gepostet mit freundlicher Genehmigung durch den Künstler
Die Nummer entwickelt sich gleichzeitig zum bislang sichtbarsten Lebenszeichen der aktuellen Albumkampagne. Das Ende Mai über den Kanal von NRT-Records veröffentlichte Video hat innerhalb weniger Monate bereits die Marke von 5.000 Aufrufen hinter sich gelassen. Für ÖTTE ist der Song allerdings nur die Eröffnung der Manege. Das vollständige Album „Rockin’ Clown“ soll noch 2026 über NRT-Records erscheinen und sowohl digital als auch physisch auf CD und Vinyl veröffentlicht werden.
Heimspiel auf der Landesgartenschau
Bevor das Album vollständig von der Leine gelassen wird, geht es für ÖTTE wieder auf die Bühne. Ein besonderer Termin steht bereits unmittelbar bevor: Am 13. September 2026 spielt der Musiker auf der Landesgartenschau in Neuss. Von 18:00 bis 19:30 Uhr gehört die Sparkassen-Bühne ÖTTE und seiner Band.
Der Termin hat für den gebürtigen Neusser zusätzlichen historischen Unterbau. Mit der ÖTTEBAND war er zwischen Ende der Neunziger und 2010 fest mit der regionalen Liveszene verbunden. Nun kehrt er mit seinem aktuellen Solokapitel in die alte Heimat zurück. Mit dabei ist die aktuelle Band um Frank Bothur, René Radke, Michael Hahn und Jan Ackermann. Direkt zuvor steht zudem Öttes Sohn Kevin Otte mit seinem Projekt Project K.O. auf derselben Bühne.
Zwischen neuem Video, wieder zugänglichem Backkatalog und anstehenden Konzerten herrscht im Hause ÖTTE damit derzeit alles andere als Leerlauf. „Seelenfresser“ liefert die härtere Seite der neuen Songs, der „Phönix“ öffnet noch einmal die Tür zum letzten Kapitel der ÖTTEBAND und über allem wartet bereits der „Rockin’ Clown“ darauf, seine vollständige Vorstellung zu beginnen.

Der „Rockin‘ Clown“ Appetizer:
Interpret: ÖTTE
Titel: Prolog
Format: EP | Digital
Veröffentlichung: 29. Mai 2026
Umfang: 4 Songs
Genre: Heavy Rock | Hard Rock | Rock’n’Roll | Deutschrock
Label: NRT-Records
Funktion: Appetizer zum kommenden Album „Rockin’ Clown“
Trackliste
- Rockin’ Clown
- Theater In Berlin
- Seelenfresser
- Kalter Morgen
ÖTTE und Band
ÖTTE – Gesang
Frank Bothur – Gitarre & Produktion
René Radke – Bass
Michael Hahn – Schlagzeug
Mehr zu Ötte im Netz
Offizielle Webseite von ÖTTE:
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