[Nachbericht] Disturbed on Stage im Docks Hamburg!

Disturbed Live im DOcks Hamburg (St. Pauli) Disturbed Live im DOcks Hamburg (St. Pauli) © 2016 by Alexander Stock (Metal-FM.com)
13 Sep
2016

Es ist ein Mittwochabend, die Reeperbahn ist nicht wirklich voll, das Wetter ist wechselhaft. Gleich am Anfang der sündigen Meile, auf der linken Seite Stadtauswärts liegt der Musikclub "Docks", nebenan das Schmidts Tivoli, gefolgt von der wohl bekanntesten Polizeistelle, der Davidwache. Sehr weit hinter dieser Wache endet die Schlange der anstehenden Fans für das Konzert der Grammy-Award-Nominierten Multiplatin-Rock-Titanen Disturbed.  Es waren hunderte von Fans die um Einlass begehrten, wohl wissend, dass das Konzert innerhalb von Minuten ausverkauft war und der Club mit einem Fassungsvermögen von rund 1500 entsprechend rasch gefüllt sein würde.

Und so war es dann auch, bereits wenige Meter nach den Einlasstüren standen die ersten Besucher und hörten die Musik, keine Chance, die Bühne zu sehen. Das Docks war proppenvoll, die Luft zum Schneiden und es herrschten Temperaturen die einem auch ohne Bewegung den Schweiß auf die Stirn trieb. Punkt 21:20 erlosch das Licht und das Quartett um Frontmann David Draiman, Gitarrist Dan Donegan, Bassist John Moyer und Schlagzeuger Mike Wengren erklomm die Bühne. Begonnen wurde mit einen der ganz großen Hits der Gruppe "Ten Thousand Fists".

Das Schlagzeug war mittig auf einer Empore, links und rechts daneben konnten die Akteure auf eine kleine Erhöhung steigen, pompöser war die Bühne nicht, haben die  US-Amerikaner aber auch nicht nötig sie lassen Metal sprechen, begleitet von einer der begnadetsten Stimmern im Busniess, auch live überzeugt David Draiman voll und ganz! Dominierend auf der Setlist ist die Vielfalt, vom neuen Album sind nicht viele Stücke enthalten, "The Vengeful One" und "The Light" schafften es aber drauf. Des Weiteren spielten Disturbed natürlich Hits wie "Stricken", "Indestructible" oder das Genesis-Cover "Land Of Confusion".

Für den wohl emotionalsten Song wurde kurz die Bühne umgebaut, ein Klavier und zwei zusätzliche Musiker auf die Bühne geholt, alles für einen der größten Klassiker der siebziger Jahre schlechthin: "The Sound Of Silence", im Original von Simon and Garfunkel. Wer noch Restzweifel an der Stimmgewalt von Mr. Draiman hatte, spätestens nach diesem Song sollten diese verschwunden sein! Vor den beiden Zugaben wandte sich der Frontmann noch einmal an sein Publikum, ließ das Geburtstagskind Vanessa hoch leben und versprach, rasch wieder in die Hansestadt zu kommen, dann in eine größere Lokation. Zwei Songs ("Breathe" und "Down With the Sickness") später war dann auch schon Schluss, die 90 Minuten Marke wurde wenn überhaupt nur ganz knapp geknackt. Die Fans verließen glückselig das Docks in den gerade mal angebrochenen Abend und freuen sich schon jetzt auf eine Rückkehr ihrer Metal Helden.

INFO:
Diese Konzert fand bereits am im Juni 2016 Statt

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