[W:O:A 2016] Twisted Sister Live on True Metal Stage

Twisted Sister Twisted Sister Livephoto by Alexander Stock
08 Aug
2016

Ja - es gibt sie noch, diese Gänsehautmomente im Leben eines Rock/Metalfan, am Schlusstag in Wacken war einer dieser seltenen Momente. Die amerikanische Rock/Metalband Twisted Sister gab am Sonnabend den 06. August 2016 ihr deutsches Abschlusskonzert, standesgemäß in Wacken vor über 80.000 Metalheads. Waren die Bühnen bis zirka 22 Uhr zwar gut aber bei weitem nicht voll besetzt, drängten sich gefühlt fast alle der noch anwesenden knapp 80.000 vor und neben der True Metal Stage. Alle wollte die sich auf Abschiedstour befindenden US-Amerikaner um Sänger Daniel "Dee" Snider, Gitarrist und Gründer John "Jay Jay" French, Bassist Mark "The Animal" Mendoza, Gitarrist Eddie "Fingers" Ojeda und der für den im letzten Jahr verstorbenen Anthony Jude "A.J." Pero am Schlagzeug agierenden Mike Portnoy (Ex Dream Theater).

Unter den Tönen von AC/DC's "It's a Long Way to the Top (If You Wanna Rock 'n' Roll)" erklomm das Quintett die Bühne um mit "Stay Hungry" von gleichnamigen Album aus dem Jahre 1984 zu beginnen. Songs von diesem mehrfachen Platin-Album bildeten auch das Gerüst der Setlist… Weiter ging es mit "The Kids Are Back" aus 1983, und "Burn In Hell", ebenfalls vom Stay Hungry Silberling. Zu diesem Song wurde die Bohne mehrfach "befeuert", was in den ersten Reihen für eine zusätzliche Grundwärme sorgte. Danach feuerten Dee "fuckin" Snider und seine Kollegen Hit um Hit ins Publikum, "Destroyer", "Like A Knife In The Back", das umjubelte "You Can't Stop Rock 'n' Roll", "The Fire Still Burns" und "I Am (I'm Me)".

Dann war die Zeit für den Mega-Hit der Gruppe schlechthin: "We're Not Gonna Take It". Selten kann man beim Wacken Open Air behaupten, dass nahezu alle Anwesenden mitsingen, mit grölen, bei diesem Song war es so! Klasse von der Band interpretiert, wurde es beim Refrain, insbesondere bei "… Anymore" so laut, dass es wohl selbst in Itzehoe zu hören war. Nach knapp fünf Minuten wurde der Song von Band mit dem Refrain beendet, zu Ende war dieser dann aber noch lange nicht, das Publikum sang lauthals weiter, insgesamt zweimal stieg die Band mit ein, ehe dann nach zirka 10 Minuten tatsächlich der nächste Song angestimmt wurde.

Und nachdem die eine Gänsehaut gerade abgebt war, kündigte sich die nächste an … Vor dem Song "The Price" würdigte Dee Snider in einer sehr emotionalen Ansprache unter anderem den verstorbenen Twisted Sister Drummer  Anthony Jude "A.J." Pero und den "God Of Heavy Metal" Lemmy Kilmister. Er stellte an alle die Frage, dass es für ihn immer noch unvorstellbar ist, das Metal-Festivals ohne Motörhead, also ohne Lemmy stattfinden. Als Antwort gab es Minutenlange "Lemmy"-Rufe. Aber … the Show must go on, es folgte das den Verstorbenen gewidmete "The Prize", ehe es mit "I Believe in Rock 'n' Roll" und "Under the Blade" wieder um einiges rockiger wurde.

Als letzten Song der "normalen" Setlist folge Megahit Nummer 2: "I Wanna Rock"! Wie schon bei "We're Not Gonna Take It" sangen die Fans auch hier in brünstig mit: "I Wanna Rock .. Roooock". Mehrfach (vielleicht 1- 2 Mal zu viel) bemerkte Dee, dass es sich bei Wacken Gig um das wirklich letzte Twisted Sister Konzert auf deutschem Boden ist, und wirklich das letzte, nicht so wie bei den Scorpions oder Judas Prist ("Hier habe ich auf einem Konzert ein Abschieds-Tour-Shirt gekauft … und dann machen die weiter wie immer… was soll ich mit diesem Shirt?"), auch sonst war er der große Entertainer einer ganz großen Band, sinnierte über den seitlichen Holzbau ("Ist das ein Rentier?") und benutzte gefühlte 200 mal das Wort "Fuck" oder "Funcking" … dieses wurde aber im Prinzip auch von allen erwartet!

Nach kurzer Pause ist das Quintett dann noch einmal auf die Bühne gekommen, um "Come Out and Play", "Tear It Loose" und das abschließende "S.M.F." vom "Stay Hungry" Album. Vorm letztem Song wurde dann noch einmal jedes einzelne Mitglied vorgestellt und holte sich den verdienten Applaus ab, hier wurden "Chef" John "Jay Jay" French und natürlich die "Rampensau" Dee "Fuckin" Snider besonders laut gefeiert. Nachdem die letzten Funken vom fezerwerk ausgegangen waren, erklang aus tausenden von Kehlen dann wieder die Hymne der Gruppe "We're Not Gonna Take It" … bleibt zu hoffen, dass auch die US-Amerikaner noch einmal einen Rücktritt vom Rücktritt machen, fit genug erschienen die Musiker …

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Alexander Stock

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