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[Review] Crematory - Monument (7 von 8 Metalhands)

Crematory Crematory Bandphoto © by Crematory
12 Apr
2016
Pünktlich zu ihrem 25-jährigen Bandjubiläum (Glückwunsch dazu!) bringt das deutsche Gothic Metal-Flagschiff Crematory mit "Monument" ihr neues Album auf dem Markt. Und wie selten zuvor konnte man diesmal aus zweierlei Gründen gespannt darauf sein: zum einen, bekommen sie nach dem eher durchwachsenen und sehr EBM-lastigen Vorgänger "Antiserum" wieder die Kurve; und zum anderen, wie wirken sich die Besetzungswechsel aus, allen voran, konnte nach dem Weggang von Matthias Hechler, der mit seinen charismatischen Gesangseinlagen viele Songs veredelte, ein adäquater Ersatz für ihn gefunden werden?

Eines gleich vorweg: Beide Fragen können mit einem eindeutigen JA beantwortet werden!
Gleich drei Neuzugänge können Crematory seit dem letzten Album verbuchen. Am Bass stieß Jason Matthias zu der Band hinzu. Und zum ersten Mal in der Bandhistorie warten sie nun mit zwei Gitarristen auf: zum einen Rolf Munker und zum anderen Tosse Basler, der sich dann auch für die Clean Vocals verantwortlich zeigt.

Und so starten sie mit dem schon vorab als Single veröffentlichten "Misunderstood" in das Album, und man merkt sofort, dass hier keine Kompromisse gemacht werden. Die Nummer geht straight nach vorne, die Gitarren dröhnen fett und druckvoll aus den Boxen - hier wurde im Kohlekeller-Studio wieder ganze Arbeit geleistet - und über allem thront Felix´Gesang, der wieder alles in Grund und Boden shoutet. Genau so muss ein Opener klingen! Gleich mit dem zweiten Song "Haus mit Garten" - einem von insgesamt vier deutschsprachigen Songs auf "Monument" - wird man überrascht, findet man doch hier durch die düstere Grundstimmung und den immer wieder einsetzenden Sprechgesang sogar Versatzstücke aus dem Gothic-Black-Bereich wieder. Mit "Die So Soon" und "Ravens Calling" darf nun auch Tosse Basler sein Organ endlich richtig zur Geltung bringen, und wie er das macht: seine Stimme glänzt durch eine starke Heavy-Schlagseite, die der Band sehr gut zu Gesicht steht und welche die zwei Songs, die etwas ruhiger gehalten sind, zu echten Höhepunkten des Albums machen.

Doch befinden auch eher durchschnittlichere Songs auf "Monument" - "Eiskalt" oder auch "Falsche Tränen" sind hier zu nennen - doch ist das auf der zwölf Songs umfassenden Scheibe verkraftbar und tut dem wirklich sehr guten Gesamteindruck keinem Abbruch. Der EBM-lastige Beginn von "Before I Die" lässt dann auch schon Schlimmes erahnen, doch was dann folgt ist - wie aus dem Nichts - einer der besten Refrains auf "Monument" - Gänsehaut! Nach weiteren starken Songs ("Everything", "My Love Within") endet das Album mit dem ruhigsten Titel "Save Me", einer gefühlvollen Nummer, die eine wirklich starke Scheibe würdevoll abrundet.

Fazit:
Crematory sind zurück, und das so stark wie lange nicht mehr! Sie bringen auf "Monument" das Kunststück fertig auf der einen Seite wieder hart und düster, quasi "back to the roots" zu klingen, und auf der anderen Seite sich dennoch weiter zu entwickeln und neue Einflüsse in die Songs einfließen zu lassen. Hier liefert Tosse Basler einfach einen großartigen Job ab. Wenn Crematory auch in Zukunft so qualitativ hochwertige Alben veröffentlichen, dann freue ich mich schon auf die nächsten 25 Jahre...

Trackliste:
1 - Misunderstood
2 - Haus Mit Garten
3 - Die So Soon
4 - Ravens Calling
5 - Eiskalt
6 - Nothing
7 - Before I Die
8 - Falsche Tränen
9 - Everything
10 - My Love Within
11 - Die Letzte Schlacht
12 - Save Me

Weitere Informationen

  • Vö: Freitag, 15 April 2016
  • Wertung: 7 von 8 Metalhands
  • Herkunft: Deutschland
  • Label: Steamhammer
  • Genre: Gothic Metal

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Christian Kammerer

Bin 41 Jahre alt, verheiratet, habe eine kleine Tochter. von Beruf bin ich selbstständiger Tiefkühlgroßhändler. Zum Metal bin ich Ende der 80-er gekommen. Meine erste Metal-LP war Kill em all von Metallica. Neben Metallica waren Overkill, Megadeth und Running Wild meine damaligen "Faves". Zum Black-, Death- & Viking-Metal habe ich Mitte/Ender der 90-er gefunden. Diese sind seitdem meine bevorzugten Genres. Schön hart, aber - sehr wichtig - immer mit Melodien versehen. Schaue aber auch gerne mal über den Tellerrand hinaus. Wir Metaller sind ja schließlich für alle Stile offen! Früher bin ich viel auf Konzerte gegangen (Die Nähe zu Straßburg - La Laiterie - machte dies immer wieder möglich). Aus beruflichen und privaten Zeitgründen ist mir das heute kaum noch möglich.

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