[Review] Hydra Heads - Bouncer (6 von 8 Metalhands)

Hydra Heads Hydra Heads Bandphoto © by Hydra Heads
01 Feb
2016

Emotional, selbstironisch, energiegeladen, brett-hart, so werden die aus Neuötting in Bayern stammenden "Hydra Heads" in einem Pressetext beschrieben, aber ist entspricht das auch der Wirklichkeit, eigentlich nicht wirklich, das die Songs auf "Bouncer" Emotional sind, daran wird aber nicht gezweifelt, auch das "Hydra Heads" selbstironisch sind, beweisen sie auf Ihrer Facebook Page, eindrucksvoll, aber energiegeladen, sind sie nur teilweise, von brett-hart konnte ich bei der Scheibe "Bouncer" keine Spur finden, was aber nicht heißt, das "Bouncer" zu den schlechten Scheiben gehört, nein keineswegs, mich stören im Sound vermehrt die Riffs aus dem Hair Metal Spektrum, die passen teilweise überhaupt nicht zum Sound, der weniger zum Stoner/Heavy-Rock, viel mehr zum Heavy/Power Metal gezählt werden sollte.

Nun aber mal Schluss mit dem überfliegen, ab geht es ins eingemachte, erst jetzt wird klar, das die Riffs im Hair Metal Styl, die anfangs eher negativ aufgefallen sind, doch sehr gut gewählt wurden, denn beim Intensiven hören, würde der "Hydra Heads" sound nicht das sein, was er wirklich bietet. Der Titelsong, "Bouncer" bekommt dadurch eine sehr gute Dynamik verpasst, mit normalen Riffs würde der Song klingen wie 0815, das gleiche gilt allerdings auch bei jedem anderen Song vom "Hydra Heads" Album "Bouncer".

Wie ich eingangs schon erwähnte, sollte "Hydra Heads" sich nicht dem Stoner/Heavy Rock zuordnen, auch wenn der ein oder andere Song, sehr viel nähe zu dem Style aufweist. Die Songs sind im Eingemachten klar und deutlich mehr dem Heavy Metal und ein klein wenig dem Power-Metal zuzuordnen, aber die selbst Aussage in der Pressemeldung kann ich immer noch nicht, voll und ganz zustimmen, zwar kann ich mittlerweile sagen das die Songs Energiegeladen sind, aber brett-hart sind sie immer noch nicht.

Jetzt wollen wir mal nicht auf dem Genre herumreiten, sondern auch mal auf die Songs im einzelnen eingehen. "Your Hate Is My Fuel" auf Deutsch übersetzt "dein Hass ist mein Brennstoff" ist der Opener vom Album "Bouncer", er beginnt den Longplayer von "Hydra Heads", direkt mit Power, und am Ende genau passend um direkt auf den Titel Song "Bouncer" überzuleiten, Bouncer selbst ist ein Song der mit Acapella beginnt aber dann in einen Rhythmus, der zwar etwas sanfter daherkommt aber von "Your Hate Is My Fuel" nichts an Eingängigkeit und Power verloren hat.

"Unbreakable", der Dritte Song auf dem Longplayer, knüpft gut an die vorherigen Songs an, und weißt, wie auch schon die Vorgänger einen etwas abgewandelten Rhythmus auf, der dann in meinen absoluten Lieblingssong, "Dr. Madness" übergeht, der Längste und vierte Song des Longplayers ist schon allein von seinen kurzen Midtempos und den anschließenden Steigerungs -Passagen ein sehr mitreisender Song der dann am Ende die Katze aus dem Sack lassend in den Song "The Cat" übergeht, hier hat man einen Rhythmus bei dem man mitgerissen wird und man überlegt, welcher Song hat das in den letzten dreißig Jahren schon mal gemacht, zur Antwort, da gibt es einige und nein ich nenne hier jetzt kein Beispiel.

"Death" erinnert mit seinem Clean und Growl Vocals an Songs wie z.B. "Triviums Throes Of Perdition", auch wenn beide Songs sich von den Rhythmen gewaltig unterscheiden, gibt es bei dem Song "Death" keine Parallelen zur Band Death, kann also nicht als Hommage an die Band sein, oder doch, aber das weis "Hydra Heads" selbst viel besser, vielleicht geben sie ja ein Statement dazu ab, viel mehr vermute ich das es ein Hommage an den Tot ist, leider kann ich das so selbst nicht beurteilen, mir liegen keine Lyrics zu den Songs vor, aber "Death" leitet am Ende, pfeilschnell wie ein Schuss, in den folge Song "Shot" (DE: Schuss) der zwar, mit einem reinem dumpfen Vocal beginnt, aber dann in einem Mitreisenden und Spaß machenden Tempo endet, zum Ende hin gibt es dann kurzfristig, instrumentales Midtempo, dies ist genau der passende Übergang auf "A Demon's Part"!

"A Demon's Part", der 8. und vorletzte Song des Albums "Bouncer" klingt als wie wenn er ein Teil der Rausschmeißer Songs "Wherever The Way Goes", ist, ach ja, "Bouncer" heisst übersetzt, Türsteher oder Rausschmeißer, was auch das Wuchtig erscheinende Artwork erklärt, aber bleiben wir bei "A Demon's Part", hier bin ich irgendwie sprachlos, denn solch einen perfekt gemeisterten Spagat aus Lyrics, Drums, Guitars usw. bestens gemixt, weshalb ich vermute das es der vor Rausschmeißer ist, ach ja, ist er ja, vorletzter Song, wo gegen "Wherever The Way Goes" (Wohin der Weg führt) der eigentliche Rausschmeißer Song ist, der sagt zwar hier ist "Bouncer" zu Ende, aber verleitet, das ganze wieder von vorne zu beginnen und das sind für mich die besten Songs, für einen gebührenden stilvollen Abschluss.

Sehr viel eigen sinnliches, was durch die besten Mischverhältnisse zum Markenzeichen von "Hydra Heads" zählt, aber Türsteher sind ja auch keine Durchschnittsmenschen, sondern jeder hat sein Markenzeichen, "Bouncer" bringt die "Hydra Heads" Markenzeichen sehr gut zur Geltung.

Fazit:
Abschließend sei erwähnt, das "Hydra Heads" mit Ihrem ersten Longplayer gutes Material abgeliefert haben, im Vergleich mit der 2012er EP "Supernova" ist sogar eine Wandlung und heftige Steigerung zu verspüren, jedoch ist nach oben hin, noch massig Platz. Es Empfiehlt sich, "Hydra Heads" Album "Bouncer" auf CD sein eigen zu nennen!

Weitere Informationen

  • Vö: Samstag, 16 Januar 2016
  • Wertung: 5 von 8 Metalhands
  • Herkunft: Deutschland
  • Label: Self Released
  • Genre: Heavy/Power Metal

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Karl Heinz Schultze

Berufsbezeichnung: Freier Musik & Bild (Foto) Journalist

Kalle ist als freier Musik- & Bild- Journalist Mitglied in der dju in Verdi! Seine Journalistische Laufbahn begann bereits im zarten Alter von 13 Jahren als er Mitglied der Sieben Schwaben Spiegel Redaktion wurde, schon damals überzeugte er durch seine Kenntnisse im Musikbereich und übernahm dann 2 jahre Später das Ressort Musik und Sport. 1997 als er bei einer UKW Station, die Wöchentliche DJ Night am Freitag bekam, ist er vom Journalismus und Radio Virus infiziert, als Metalhead gehört er seit 1985 der Metal Szene an und ist heute, schon allein wegen seiner spezifischen Kenntnisse aus der Metal Szene, nicht mehr wegzudenken.

Heute ist Kalle nicht mehr im Sport unterwegs, die Musikbranche hat es Ihm aber immer noch angetan, hier besonders die Metal Szene in der er auch vorwiegend als Bildjournalist tätig ist.

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