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Rammstein bei Rock im Park 2017 Rammstein bei Rock im Park 2017 © 2017 by Alexander Stock
22 Jun
2017

(JS) Bereits am Donnerstag enterten zehntausende Fans die Stadt in Franken, um ihre Domizile rings um das Zeppelinfeld aufzuschlagen …

Den musikalischen Start des ausverkauften Festivals gabs am Freitag mit Lower Than Atlantis auf der Zeppelin-Stage. Es folgte ein toller Mix aus u. a. den Donots, den Punk Rockern von Sum 41 und den Beatsteaks. Auf der Beck‘s Park Stage sorgten die Hamburger von 187 Straßenbande sowie die Beginner für ausgelassene Stimmung. Um 21:00 versammelte sich ein Großteil vor der Hauptbühne, um mit den Toten Hosen den ersten Headliner zu empfangen.

Der Auftritt verzögerte sich allerdings, vorher wurden die Park-Rocker von der Terrorwarnung inkl. Unterbrechung des Zwilling-Festivals Rock am Ring informiert. Die Stimmung ließ man sich nicht vermiesen, sodass bei den Worten "Hey Ho, Let‘s Go" (Ramones) kräftig mitgesungen wurde. Mit "Urknall" betraten die Düsseldorfer um Frontmann Campino (55) die Bühne. Es folgte eine zweistündige Zeitreise, die aus Krachern wie "Bonnie & Clyde" "Pushed Again", "Steh Auf, …", "Hier Kommt Alex" oder "Jägermeister" bestand - Moshpits durften hier nicht fehlen. Neue Hits wie "Laune Der Natur", "Wannsee" oder "Die Schöne Und Das Biest” wurden ebenso euphorisch angenommen.

Mit insgesamt drei Zugaben-Blöcken, die aus u. a. "Bommerlunder" "Tage Wie Diese", "You‘ll Never Walk Alone" oder "Paradies" (gesungen vom DTH-Fan Sarah) bestanden, wurden das Publikum in die Nacht entlassen - oder zu Kraftklub, die auf der zweiten Bühne ordentlich Gas gegeben haben.

Der Samstag stand im Zeichen des Oldschool- und Deutsch-Rock: Während Henning Wehland und Feine Sahne Fischfilet auf der Beck‘s Park Stage einheizten, machten sich die Jungs von Alter Bridge auf der Zeppelin-Stage für ihren Gig bereit. Nach 1 ½ Stunden purem Rock, standen Prophets Of Rage (Crossover aus Rage Against The Machine, Public Enemy & Cypress Hill) für ihre Show in den Startlöchern. Neben Klassikern wie "Killing In The Name", sorgte das für Chris Cornell gespielte "Like A Stone" für Aufsehen, denn der Gesangs-Part wurde von Serj Tankian (49, System Of A Down) übernommen. Dem Sänger wurde eine kurze Verschnaufpause gegönnt, ehe er mit seiner Hauptgruppe als zweiter Headliner vom Publikum auf die Bühne gebeten wurde. Es folgte eine Reise durch alle fünf Alben - besonders "Hypnotize", "Chop Suey!" und "B.O.Y.B." wurden gefeiert. Danach veranstalteten Macklemore & Ryan Lewis auf der Beck‘s Park Stage eine riesige Hip Hop-Party: "Thrift Shop", "Can‘t Hold Us", "And We Danced" und "Downtown" sorgten für viele glückliche Gesichter. Direkt nach dem Gig kam das große Gewitter, bei dem kaum einer trockenen Fußes sein Zelt erreichte.

Der abschließende Sonntag fuhr mit einem astreinen Metal-Paket auf: So heizten u. a. die Schweden von In Flames ordentlich mit u. a. "Cloud Connected" oder "Take This Life" ein, ehe Five Finger Death Punch übernahmen. Mit einem astreinen Set, das aus u. a. "Lift Me Up", "Bad Company", "Jekyll & Hyde" und "The Bleeding" bestand, wurden zehntausende Metalheads zum moshen und headbangen angeregt. Allen, denen das zu hart war, wurde auf der zweiten Bühne ein entspanntes Programm geboten, das aus u. a. Liam Gallagher, Simple Plan und dem Rag N‘ Bone Man bestand.

Nachdem die Broilers auf der Zeppelin-Stage ablieferten, versammelte sich quasi ganz Rock im Park vor dieser, um gemeinsam auf das wohl größte Highlight des Festivals zu warten: Rammstein! Die Vertreter der neuen deutschen Härte um Till Lindemann (54) mussten terrorbedingt ihren Auftritt bei Rock am Ring canceln - umso energiegeladener war der Auftritt im Park. Mit einem Countdown, der in einem lauten Knall inkl. Pyro endete, betraten die Berliner mit der neuen Single "Ramm 4" die fulminant aufgebaute Bühne.

Daraufhin folgte ein 1 ½-stündiges Set der Extraklasse: Fast vergessene Hits wie "Hallelujah" oder "Zerstören" wurden ebenso euphorisch angenommen, wie die bekannten "Keine Lust", "Feuer Frei!", "Ich Tu Dir Weh" oder "Mein Herz Brennt". Neben der großartigen Musik, ist es die Pyro- und Feuer-Show, die jedes Konzert von Rammstein zu einem fulminanten Spektakel werden lässt. So vergessen die Fans vor lauter Staunen und Mitgröhlen fast das Feiern … Beim Intro von "Links 2-3-4" konnte das Publikum endlich zeigen, wie toll es klatschen kann.

"Ich Will" sorgte für einen Dialog zwischen Fans und Frontmann Till ("Könnt Ihr uns hören?" - "Wir hören euch"). Spätestens bei "Du Hast" ist auch die Person aus der allerletzten Ecke aufgewacht, um zu demonstrieren, wie toll diese singen/brüllen kann. Nach einer kurzen Pause gabs eine Zugabe, in der sich alle Klassiker vereinten: "Sonne" - inkl. heißer Feuershow - "Amerika" - inkl. Konfetti-Regen - und "Engel" - inkl. Lindemann an riesigen, pyro-spuckenden Engelsflügeln - besiegelten das Ende des Konzertes eines würdigen, dritten Headliners.

Wer noch genug Puste hatte, konnte sich auf der zweiten Bühne den Gig von Marteria anschauen, der am selben Tag sogar noch seinen Auftritt bei Rock am Ring nachholte. Mit ihm endete ein großartiges Festival!

Die Gallerien zum Festival:

Rammstein

Alter Bridge

Five Finger Death Punch

In Flames

Kraftklub

Macklemore & Ryan Lewis

Prophets of Rage

Rag 'n' Bone Man

System of a Down

Toten Hosen

Hier geht es zum Einzelbericht der Toten Hosen bei Rock Im Park 21017: https://metal-fm.com/metal-festivals/22-festivals/3832-die-toten-hosen-bei-rock-im-park-2017.html


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Justine Stock

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