[Neu im Metal Radio Programm] Larrikins - Am Ende war der Mensch

Larrikins - Am Ende war der Mensch Artwork Larrikins - Am Ende war der Mensch Artwork by Larrikins
12 Aug
2016

"Wir sind alle kleine Lichter - nur zusam-men sind wir hell" Zwischen Ebbe und Sturmflut, Melancholie und Angriff, stillem Wasser und hoher See: Larrikins sind der sichere Hafen für alle, die sich zwischen allen Extremen bewegen wollen, ohne dabei den Kurs zu verlieren. Das musikalische Koordinatensystem des Quartetts lädt alle ein: Punk und Metalhead, Ska-Vortänzer und -core-Härtner. Namedropping würde mehr verwirren, als helfen, denn die Mecklenburger sind einfach nicht zu greifen: Vieles landet im Topf und heraus kommt dabei eine selbstbewusste Mischung aus allem, was Tiefgang hat. Zum Tanz spielen die Larrikins für alle, die irgendetwas dabei fühlen. Nur eines ist klar: No chance to dance für Nazis. Die Selbstbezichtigung der Musiker ist so poetisch wie treffend: "Ruhig, gelassen und nachdenklich. Nordische Seelen, die ihr Le-ben in Lieder packen. Aufbrausend, stür-misch und kräftig - wie das Meer und der Wind, die wir jeden Tag um uns herum spü-ren."

2008 legen die Jungs ihre erste Do-it-yourself-Produktion "Kommt Zeit, kommt´s hart" vor. Der Sound ist ziemlich roh, sehr bunt und bisweilen noch etwas unausgego-ren, textlich setzt man aber schon den eige-nen Standard: Menschsein und Menschwer-den - der rote Faden zieht sich durch die 11 Songs und das eigene Bewusstsein. Das Album findet - trotz oder wegen des DIY-Moments - regional großen Anklang, die Band spielt in der Folge immer mehr Kon-zerte und die Fanbase wächst. Zu behaupten, es geht danach alles Schlag auf Schlag und die Band durch die Decke, wäre aber eine schamlose Übertreibung. Nein, die Larrikins machen einfach so weiter, wie bisher: Gut sein, überzeugen, spielen und vor allem das eigene Ding ma-chen. Und das kommt an: Die legendären Dritte Wahl laden die Larrikins ein, ihren Konzertabend zu eröffnen, COR bitten zur gemeinsamen Show und auch sonst reiht sich Konzert an Konzert.

In der vitalen Rockszene Mecklenburgs etablieren sich die Larrikins - übrigens ein australischer Straßenausdruck für jugendli-che Rowdys - langsam aber sicher als viel-versprechende Nachwuchskraft. Nach dem 2011er-Nachfolger "Krisenkir-mes", unzähligen Shows im In- und Ausland, Festivalshows und Clubgigs und einem prall gefüllten Vorrat an Emotion und Inhalt, Wut, Liebe, Angst und Bewältigungsstrategien, ist es 2015 an der Zeit, endlich wieder ein Al-bum aufzunehmen. "Am Ende war der Mensch" heißt dieser voll entwickelte, serienreife Hybrid aus Rock´n´Roll und Nachdenklichkeit und er-scheint im März 2016. Alles, was sich angesammelt hat, kommt raus und wird unter der Regie von Produ-zent Dirk Burke (u.a. In Extremo, Knorkator, Bonsai Kitten) im Lakeside Studio in 14 Songs kanalisiert. So fokussiert, so auf den Punkt klangen die Larrikins noch nie. Egal, ob wohlige Me-lancholie, egal, ob riffstarrende Sturmflut mit mehrstimmigem Chorus - hier hat die Band die Essenz aus fast 15 Jahren Bandge-schichte versammelt.

"Hier gibt es keine Farben, denn das hier ist kunterbunt" tönt es im Opener "Nummer Drei" - das fanal für die folgende knappe Stunde Kraft und Schwäche, Gefühl und Här-te. Mensch sein, Mensch werden, Menschen verbinden: Musik ist die universelle Sprache der Larrikins und was die Texte schon erzählen, treiben Riffs und Härte, Melodien und Hymnen direkt ins Herz und in die Bei-ne. Und vielleicht wird "Am Ende war der Mensch" tatsächlich der erste Quanten-sprung in der bisher so linearen Bandge-schichte. "Wir sind kleine Lichter, nur zusammen sind wir hell" heißt es in "Kleine Lichter" - es wird immer wahrscheinlicher, dass die Larrikins in naher Zukunft luxstark scheinen!

Trackliste:
1. Nummer 3
2. Die Schuld Daran
3. Waren Alle Menschen Glucklich
4. Alles Auf Anfang
5. Scheisse (War Schon Immer Braun)
6. Kopie
7. Wer Weiss Noch
8. Zeit
9. Sternenlos
10. Glashaus
11. Wut
12. Rampenlicht
13. So Wie Fruher
14. Aufs Leben

Weitere Informationen

  • VÖ: Samstag, 26 März 2016
  • Herkunft: Deutschland
  • Genre: Deutschrock
  • Label: Rügencore-Records

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