[Neu im Metal Radio] Slayer - Repentless

Slayer - Repentless Artwork Slayer - Repentless Artwork
22 Nov
2015

"Repentless" ist ein Manifest: Es wird keine Kompromisse geben!

Slayer, die lange herrschenden Thrash-Titanen, kehren mit "Repentless", dem elften Studio Werk der Band und gleichzeitig dem ersten bei Nuclear Blast, zurück. Produziert von Terry Date, wurde "Repentless" von Gitarrist Kerry King und Sänger/Bassist Tom Araya gemeinsam mit dem zurückgekehrten Schlagzeuger Paul Bostaph und Gitarrist Gary Holt in den Henson Studios in Los Angeles geschrieben und aufgenommen. "Repentless" ist vernichtend und brutal, unerschütterlich ablehnend, um den Mainstream zu bedienen.

Auch nach 34-jährigem Bestehen bleiben Slayer die herausragende Punk-Thrash-Band, die das Genre mitgründete und die von Nachwuchs-Metalfans verehrt und nachgeahmt wird. Slayer ist ein fünfmalig nominierter, zweimal einen Grammy Award-gewinnender Metal-Juggernaut, der Songs schreibt, die den Aufruhr und die Verirrungen unserer Gesellschaft widerspiegeln. "Repentless" ist die erste Platte der Band seit sechs Jahren und führt die Slayer‘sche Offensive mit einem zwölf Songs umfassenden, bluterschütternden Schallangriff fort. "Repentless" ist düster, schnell, aggressiv und gnadenlos. Zudem war es das anspruchsvollste Album, das Slayer bewerkstelligen mussten.

2013 beklagte die Welt den Verlust des Gitarristen Jeff Hanneman, der an den Folgen einer zweijährigen Krankheit starb. Da er ein Gründungsmitglied von Slayer war, machte der Band der Verlust von Jeff zu schaffen. Während Jeffs Krankheit sprang Gitarrist Holt, ein Freund der Band, ein, half auf Tour mit Jeffs Einverständnis aus und blieb. Zu dieser Zeit verließ Schlagzeuger Dave Lombardo die Band zum dritten Mal und Paul Bostaph, der bereits von 1992 bis 2001 mit der Band spielte, kehrte wieder auf den Thron zurück. Slayer ließen nie einen Taktschlag aus und seit Holt und Bostaph beide bei EXODUS spielten, war es eine vollständige Thrash-Familie.

Aber es wurde nicht leicht, wie Gitarrist und Slayer-Mitbegründer Kerry King klarstellt:

„Ich erinnere mich an den Tag, an dem Jeff starb. Es war der Tag der Revolver Golden Gods Awards. Wir wussten, dass er krank gewesen war, aber keiner erwartete, dass es so schnell gehen würde. Ich nahm an, dass ich rausgehen und ihn sehen konnte, nachdem ich meine Aufgaben erledigt habe, aber dieser Tag kam nie.“

„Wir gingen raus und tourten danach, um zu sehen, wie wir damit klarkommen. Das ist das, was du als Musiker machst: entweder du gehst raus und tourst oder du hörst auf zu arbeiten. Auch wenn wir zwei Jahre ohne Jeff auf Tour waren, dachten wir, dass er zurückkommen würde. Nun hatten wir Klarheit. Und die Sache mit Gary war, dass wir alle Freunde waren. EXODUS waren die erste Band, die wir jemals getroffen haben, mit denen wir sofort befreundet waren und mit denen wir über all die Jahre Freunde blieben. Ausgerechnet Gary ist ein Gitarren-Dynamo und er war der Richtige.“

Tom Araya stimmt zu:

„Jeff würde wollen, dass wir weitermachen. Ich dachte, wenn jemand anderem in der Band so etwas zugestoßen wäre, wer auch immer es gewesen wäre, er würde Ähnliches verspüren. Macht damit weiter. Gary ist ein Freund, ein Freund von Jeff, er wusste, was los war und wollte auf jede erdenkliche Weise helfen. Also machte es sich Gary bei Slayer bequem. Dass Paul zurück war, war ebenfalls ein beruhigendes Gefühl. Er ist ein ehemaliges Mitglied und das ist das Beste daran. Es war kein anderer Kerl. Paul und Gary an Bord zu haben, machte alles einfacher handhabbar. Es geht um die Band. Slayer war eine große Sache für Jeff und in diesem Sinne sehe ich es. Es war auch sein Baby. Und wir hoffen, dass wir Slayer geschaffen haben und ihm gerecht geworden sind.“

King erzählte, dass Slayer immer noch das Wasser testen mussten:

„Nun waren wir draußen, um zu sehen, ob es Sinn machte, fortzufahren, ob wir es mochten, ob die Band es immer noch genoss. Und meine Ansicht war: Wenn es das nicht war, würde es zu etwas werden, das genauso klang. Warum sollten wir also nicht damit fortfahren? Es ist enorm leistungsfähig. Wir sind jetzt enger zusammengerückt und sind total begeistert davon, dass wir es immer noch machen. Nachdem wir das hinter uns hatten, dachten wir über eine neue Platte nach und schauten nicht mehr zurück.“

Nach zwei Jahrzehnten mit American Recordings haben Slayer bei Nuclear Blast, dem deutschen Independent-Label, das für seine Liste an Metal-Bands bekannt ist, ein neues Zuhause gefunden. King ist von diesem Wechsel begeistert.

„Ich mag das“, erklärt er mit Betonung auf die Arbeit. „Da wir eine so lange Zeit bei American waren, wollten wir ihnen zuerst das Ablehnungsrecht geben, weil wir nun mal so sind. Ich denke, dass Beständigkeit weitaus stärker ist als die ganze Zeit zu wechseln. Aber am Ende des Tages machte uns Nuclear Blast ein großartiges Angebot und so war es an der Zeit für einen Wechsel. Bei Nuclear Blast gehen die Leute arbeiten, machen ihren Job, werden dafür bezahlt und sie mögen es einfach. Alle. Es war also die richtige Entscheidung.“

Als die Zeit reif war, enterten Slayer das Studio mit Produzent Terry Date. Date ist der erste Produzent, mit dem die Band seit dem Weggang von American gearbeitet hat, wo Rick Rubin all ihre Alben produzierte oder die Leitung der Produktion innehatte. Tom sagt zur Arbeit mit Date:

„Er hatte all diese großartigen Platten gemacht - SOUNDGARDEN, PANTERA - und als Sänger brauche ich jemanden, den ich respektiere, der mir sagen kann, ob er es mag oder nicht anstatt mir zu sagen, wie ich etwas zu erledigen habe, das ich seit 30 Jahren mache. Er würde mich betreuen. Deshalb habe ich die Arbeit mit ihm sehr genossen, weil er so cool war. Ich betrachte ihn sicherlich als einen Freund.“

Kerry fügt hinzu:

„Es war so gewöhnlich, wie es nur sein konnte. Die merkwürdigste Sache für mich war Jeffs Ausstrahlung… nicht dazusein. Als wir in der Vergangenheit aufgenommen haben, egal, ob er spielte oder nicht, ihn dazuhaben und seine Meinung zu hören und so weiter: Das habe ich vermisst. Dass Jeff nicht dabei war, war die merkwürdigste Tatsache.“

Gary Holt kam an Bord, um für die Tour-Verpflichtungen auszuhelfen als Jeff zum ersten Mal krank wurde.

„Meine Rolle bei Slayer begann mit einer Tour. Dies geschah als ich mir eine Auszeit von EXODUS nahm und ich sprach mit Kerry, der anfragte, ob ich aushelfen könnte. Ich begab mich dorthin zum Proben und Jeff zeigte mir einige Dinge. Ich habe Jeff schon immer gekannt, aber mir wurde erst bei seiner Gedenkfeier bewusst, wie viel ich von seinem Segen wirklich hatte. Am Ende des Tages wollten wir alle, dass Jeff zurückkommt und dann geschah die Tragödie; jetzt sind wir also fünf Jahre später hier und "Repentless" erscheint und ich denke, dass Jeff die Platte geliebt hätt. Ich bin extrem aufgeregt. Es ist ein gutes Gefühl und ich weiß, dass es auch Tom und Kerry ein gutes Gefühl geben muss für all die Arbeit, die sie geleistet haben - und auch Paul. Jeder ist aufgeregt.“

"Repentless" stellt die Rückkehr des Schlagzeugers Paul Bostaph dar, der enorm einsatzfreudig war:

„Bevor ich in der Band war, war ich ein Fan und nur, weil ich der Schlagzeuger bin, höre ich nicht auf, ein Fan zu sein: Es bedeutet lediglich, dass meine Tickets günstiger sind. Nachdem ich 2002 ausgestiegen bin, dachte ich niemals, dass ich erneut auf dem Schlagzeughocker Platz nehmen würde. Dieser spezielle Musik-Stil gibt mir etwas, sowohl musikalisch als auch körperlich, das herausfordern und spannend ist. Ich fühle mich als Spieler besser und bin reifer und die Band reift und wird besser wie guter Wein. Es ist ein natürliches Gefühl, wieder hier zu sein und es ist gut, wieder bei Kerry und Tom zu sein. Die San Francisco Bay-Area-Metalszene ist sehr eng gestrickt; jeder kennt jeden. Ich berücksichtige Slayer als von ihr, obwohl sie aus Süd-Kalifornien stammen. Mit Gary habe ich zusammen bei EXODUS gespielt und er ist erstaunlich gut - einer der Götterväter des Thrash mit EXODUS - es ist quasi als ob ich nach Hause komme. Wir haben Spaß und ich denke, wenn wir keine Freude daran hätten, würden wir es nicht tun.“

"Repentless" wartet mit sensationellen Songs auf: Von den hyperaggressiven, metallischen Blasts des Titeltracks, von 'Take Control', 'Implode' und 'Atrocity Vendor' bis hin zum extremen Thrash-Geknüppel von 'Vices', 'When The Stillness Comes' und 'Pride In Prejudice' ist die Platte Slayer durch und durch. Für Paul Bostaph ist es einfach: „Die Songs sind geil!“
Tom sagt es freiheraus:

„Das ist definitiv Slayer. Niemand wird von dem, was wir geschaffen haben, enttäuscht sein.“

Für Kerry King ist das Gefühl beiderseitig:

„Musikalisch ist es für mich allerdings kein „Ich habe es dir so aufgetragen“-Album, da Jeff kein Teil davon ist - aber ich weiß, dass viele Leute vermuteten, dass Slayer nicht funktionsfähig ist, wenn Dave nicht dabei ist und Jeff nie wieder dabei sein wird. Aber wir haben es gemacht/geschafft und es klingt verdammt nochmal nach Slayer - Punkt.“

Slayers Platz in der Musikgeschichte ist als Teil der THE BIG FOUR (mit METALLICA, MEGADETH und ANTHRAX) gesichert: Sie halfen dabei, das Thrash Metal-Genre zu definieren. Mit "Repentless" bestätigen Kerry, Tom, Paul und Gary, dass Slayer unaufhaltbar sind. Slayer sind weiterhin furchtlos, aggressiv und ohne Reue; und das wichtigste - Slayer regieren immer noch!

Line up:
Tom Araya - Gesang, Bass
Kerry King - Gitarre
Gary Holt - Gitarre
Paul Bostaph - Schlagzeug

VÖ: 11.09.2015
Genre: Thrash Metal
Land: USA
Label: Nuclear Blast

Trackliste
1. Delusions Of Saviour
2. Repentless
3. Take Control
4. Vices
5. Cast The First Stone
6. When The Stillness Comes
7. Chasing Death
8. Implode
9. Piano Wire
10. Atrocity Vendor
11. You Against You
12. Pride In Prejudice

Slayer online:
www.slayer.net
www.facebook.de/slayer
www.nuclearblast.de/slayer


Kannst du auch solch einen Artikel verfassen? Dann bewerbe Dich jetzt und werde noch heute Author auf Metal-FM.com. Hier geht es zum Formular



Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Reviews

  • [Review] Concrete Eden - Left
    [Review] Concrete Eden - Left Hin und wieder bekommt man Scheiben geschickt die einem das absolute Grauen hervorrufen, schlecht produziert, kein Zusammenspiel usw.! Dann aber gibt es Self Released Alben, die den Großen keineswegs nachstehen, aber es gibt auch die kleinen Bands wie Concrete Eden!
    Schreiben Sie den ersten Kommentar! weiterlesen...
  • Seelensucher - ein Hörbuch von Christian Fink
    Seelensucher - ein Hörbuch von Christian Fink Christian Fink ist eher bekannt als Christian Nachtsucher, Sänger der Band Nachtsucher. Ich habe mir heute das Hörbuch “Seelensucher” von Christian angehört und muss sagen, es fesselt einen so stark, dass man es bis zum Schluss weiter hören muss! Christian hat ja beim Singen schon eine klasse Stimme, aber als Sprecher eines Hörbuches welches er auch selber geschrieben hat ist einfach nur geil. Die Hintergrundmusik von Nachtsucher passt auch sehr gut dazu.
    Schreiben Sie den ersten Kommentar! weiterlesen...
Mehr Metal-, Rock- und Gothic Reviews

Jetzt an den Gewinnspielen und Verlosungen von Metal-FM.com Teilnehmen!!

Netzwerk

freizeitradio 88x31 Das Metal-Newsportal: + + + Die aktuellsten News aus der Szene auf einen Blick + + + stndlich aktualisiert + + + Auch als RSS-Feed abonnierbar + + + Bloggerei.de Poisonous Sounds Verticals Plagiate dieser Website werden automatisiert erfasst und verfolgt. Karl – Heinz Schultze

© 2013 - 2017 by KHS Media & Rundfunk Production & Metal-FM.com. Alle Rechte vorbehalten.

 

Durch Ihre Zustimmung zum Einsatz von Cookies können Sie Ihr Nutzererlebnis dieser Website verbessern!