[Neu im Metal Radio] The Other - Fear Itself

The Other - Fear Itself Artwork The Other - Fear Itself Artwork
20 Nov
2015

Es gibt Phasen im Leben, die man am besten möglichst schnell hinter sich lässt. The Other können davon ein Lied singen. Mit ihrem Album The Devils You Know und einer großen Deutschlandtour machte die Band um Frontmann Rod Usher 2012 zwar einen großen Schritt vorwärts, musste anschließend jedoch herbe Rückschläge einstecken: Gleich zwei einschneidende Personalwechsel hatten Usher & Co. zu verkraften, was in diesem Fall einen 50%igen Exodus der bisherigen Besetzung bedeutete und Rod Usher sowie Schlagzeuger Doc Caligari als einzig verbliebene Konstante zurückließ.

„Wir fragten uns natürlich: quo vadis?“, gesteht Usher, „aber von Beginn an stand fest, dass Doc und ich in jedem Fall weitermachen. Heute wissen wir, dass man mitunter erst durch ein Tal gehen muss, um eine echte Aufbruchsstimmung zu erzeugen.“ Der neue Elan der Gruppe trägt Namen: Pat Laveau und Ben Pyko (beide Gitarre) sowie Aaron Torn (Bass). So heißen die drei Neuen, die nicht nur die entstandene Lücke bravourös ausfüllen, sondern die Band durch die bewusste Verteilung der Gitarrenarbeit auf zwei Schultern stilistisch variabel als jemals zuvor machen. Beweise gefällig? Der offensichtlichste ist das neue Album Fear Itself, eine dunkle Wundertüte mit dem gewaltigsten Horror-Punk der Welt, wie er nur von The Other stammen kann.

Usher:

„Unsere neuen Bandmitglieder haben eine Menge Songideen zur neuen Scheibe beigesteuert, dadurch sind wir nun noch ein Stück breiter aufgestellt als vorher.“

Usher spricht von Songs wie ´In The Dark`, einem Goth- Rocker mit melancholischem 80er- Feeling im Refrain und Einflüssen von The Cult, er spricht vom düsteren ´Doll Island - Isla De Las Muñecas` mit seinem Querverweis an Glenn Danzig und seine Band oder von ´Nie mehr`, dem traditionellen The Other-Metal-Opener, diesmal in deutscher Sprache. Natürlich findet man ebenso die für diese Gruppe typischen Punkrock-Tracks mit Mitsing-Refrain wie ´Bloodsucker` oder ´The Price You Pay`, die sich garantiert als Bühnenknaller entpuppen werden. Zu den Höhepunkten der Scheibe zählt auch ´Screams In The Black House`, schnell und melodisch, emotional und düster, mit Twin-Guitar-Solo und Fingerzeig auf Iron Maiden oder Thin Lizzy.

Usher:

„Der Text dreht sich um die düstere Hütte im Wald, die wohl jeder aus seiner Kindheit kennt. Nur hier gibt es auch den bösen Mann dazu.“

Mit ´Rise` präsentieren The Other ein Stück in der Tradition älterer Songs wie ´Hyde Inside` oder ´Howling At The Moon`. Textlich hält es Usher hier mit Edgar Allan Poe und dessen Motto ´The death of a beautiful woman is unquestionably the most poetical topic in the world`. Noch Fragen dazu? Übrigens: Die erste Single des Albums inklusive Video heißt ´Dreaming Of The Devil`.

Usher:

„Es geht um Frauen, die sich von bösen Buben angezogen fühlen. Gerade wir können darüber ein Lied singen, was hiermit geschehen ist. Auch wenn es natürlich in eine Horrorgeschichte verpackt ist, in der der Teufel eine erotische Rolle spielt.“

Man hört bereits: Bei The Other regiert weiterhin das Faible für ungewöhnliche Themen. Passend dazu auch der Albumtitel: Der Begriff Fear Itself ist Teil eines Zitats („nothing to fear but fear itself“) von Franklin D. Roosevelt, dem ehemaligen Präsidenten der USA, und thematisiert die unbegründete Angst vor etwas Unbestimmtem. Das kann die Angst vor etwas Fremdem, Unerklärlichem sein (wie etwa die auf dem Album-Artwork abgebildete Spinne), aber auch die Angst vor Wegen/Entscheidungen/Wagnissen (wie das angedeutete Labyrinth auf dem Cover).

Produziert wurde Fear Itself erneut von Waldemar Sorychta (Grip Inc., Tiamat, Moonspell), der bereits auf The Devils You Know die Regie führte und für dessen Vorgänger New Blood (2010) den druckvollen Endmix übernahm. Für The Other ist Sorychta die absolute Idealbesetzung, oder wie Usher es formuliert: „Außer vielleicht Bob Ezrin (Alice Cooper, Kiss) und Rick Rubin (Metallica, Danzig, The Cult) kann es für The Other keinen besseren Produzenten als Waldemar geben.“ Apropos: Keine Besseren als Daniel Madden bzw. die Figurenwerkstatt Ruland würde man auch für die gerade entstehenden Sammelfiguren von Rod Usher und Doc Caligari oder für das geplante Wall- Plaque finden. The Other bleiben also anno 2015 weiterhin ein Multimedia-Spektakel, ein echtes Dorado für Horror-Fans und Sammler. Für diese Szene ist Fear Itself der perfekte Soundtrack.

Line Up:
Rod Usher (Vocals)
Pat Laveau (Guitars)
Ben Pyko (Guitars)
Aaron Torn (Bass)
Doc Caligari (Drums)

VÖ: 19.06.2015
Genre: Horror Punk
Land: Deutschland
Label: Carrycoal

Tracklisting CD :
1. Fear Itself
2. Nie mehr
3. Bloodsucker
4. Black Sails Against A Midnight Sky
5. Dreaming Of The Devil
6. Doll Island - Isla de las Muñecas
7. German Angst
8. Screams In The Black House
9. In The Dark
10. The Price You Pay
11. Funeral March
12. Animal Instinct
13. Rise
14.Mephisto

Tracklisting Doppel LP:
Seite 1
1. Fear Itself
2. Nie mehr
3. Bloodsucker
4. Black Sails Against A Midnight Sky
Seite 2
5. Dreaming Of The Devil
6. Doll Island - Isla de las Muñecas
7. German Angst
Seite 3
8. Screams In The Black House
9. In The Dark
10. The Price You Pay
11. Funeral March
Seite 4
12. Animal Instinct
13. Rise
14.Mephisto
15. Forbidden Beat (LP Bonus Song)


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