[Neu bei uns] GLOOMBALL - The Quiet Monster

GLOOMBALL - The Quiet Monster (Artwork) GLOOMBALL - The Quiet Monster (Artwork)
08 Apr
2015

Die Fachwelt horchte interessiert auf, als im April 2013 die deutschen Newcomer Gloomball mit einem mehr als nur hörenswerten Debütalbum für frischen Wind in der deutschen Rock- und Metal-Szene sorgten. The Distance heißt das kraftvolle Rockpamphlet, das die fünfköpfige Band um Frontmann Alen Ljubic mit einem Schlag international bekanntmachte. Die anschließenden Tourneen und Konzerte unter anderem mit Eat The Gun, Motorjesus, Eisbrecher oder Saltatio Mortis verstärkten noch den Eindruck, dass sich hier eine Band auf den Weg gemacht hat, von der man in Zukunft noch viel Positives hören wird.

Und in der Tat können Gloomball jetzt erneuten Vollzug melden: Ihr zweites Album The Quiet Monster steht stolz zur Veröffentlichung bereit und dokumentiert eine unverkennbare Weiterentwicklung. The Quiet Monster schließt stilistisch nahtlos an das starke Debütalbum an, geht aber kompositorisch und textlich einen ganzen Schritt weiter. Die zwölf neuen Songs erweisen sich als noch abwechslungsreicher und dynamischer, die Texte aus Ljubics Feder als reife Reflektionen seiner Gedankenund Gefühlswelt. Kurz um: The Quiet Monster ist das gelungene zweite Kapitel, das man dieser talentierten Formation seit zwei Jahren zugetraut hat.

Grundlage des neuen Albums ist die stabil geblieben Besetzung von Gloomball. Wie schon auf The Distance verteilen sich die künstlerischen Kräfte gleichmäßig auf Ljubic, die Gitarristen Björn Daigger und Jossi Lenk, auf Bassist Basti Moser und Schlagzeuger Danny Joe. Allerdings: Im Vergleich zum Debüt basieren die Songideen von The Quiet Monster diesmal auf den Schultern aller Bandmitglieder. „The Distance wurde überwiegend von Björn und mir geschrieben, diesmal haben sich jedoch auch Jossi, Basti und Danny in die Kreativarbeit eingebracht, wodurch die Scheibe insgesamt noch vielseitiger und facettenreicher ausgefallen ist“, erklärt Ljubic. Und noch eine Neuerung, die sich unüberhörbar auf das überzeugende Ergebnis ausgewirkt hat: Diesmal haben Gloomball mit ihrem Wunschproduzenten Kristian ´Kohle` Kohlmannslehner (u.a. Hämatom, Crematory, Powerwolf) in seinem ´Kohlekeller Studio` in der Nähe von Frankfurt aufgenommen. Ljubic: „Kohle stand auf unserer Wunschliste ganz oben, da wir seine große Bandbreite von Death Metal bis Rock immer schon gut fanden. Zudem wollten wir diesmal unbedingt einen sechsten Mann mit frischen Ohren hinzuziehen, der den Songs mit seinen Ideen und Erfahrungen das Sahnehäubchen aufsetzen kann. Wir waren mit Kohle von Beginn an auf der gleichen Wellenlänge, wie man am Endresultat hören kann.“

In der Tat stellt The Quiet Monster in jeder Hinsicht eine Weiterentwicklung dar. Typische Gloomball- Rock-Kracher wie ´Straight To Hell` oder ´Towards The Sun` dokumentieren die große Energie dieser Band, sowie ihre Fähigkeit, Dynamik und Eingängigkeit in eine ausgewogene Balance zu bringen. Aber die neue Scheibe kann noch mehr: Mit ´Sullen Eyes` zeigen sich Gloomball erstaunlich derbe und heavy, ein schwermetallischer Groove-Track mit - wie Ljubic es nennt - „für uns ungewöhnlich bösem Feeling.“ Ähnlich experimentell, wenn auch in anderer stilistischer Ausrichtung, zeigt sich der Track ´Blood Red World`, bei dem Gloomball neue Wege beschreiten, mit Chören arbeiten und am Ende des Songs sogar mit Streichern experimentieren. Apropos Chöre: Namhafte Unterstützung bei den Background-Vocals fanden die Musiker in den Songs ´Monster` und ´Blue Is Turning Into Gray` durch Matthias Hechler von den deutschen Gothic-Metallern Crematory.

Erwähnt werden sollten auch die erneut gelungenen Texte aus der Feder von Alen Ljubic. Schon auf The Distance hatte der Gloomball-Frontmann seine durchdachten Storys in passende Worte verpackt, diesmal sind seine Themen sogar noch ein Stück persönlicher. Wie etwa in ´Monster`, dem Album-Opener, mit seiner markanten Textzeile „light the world up be the monster, I will never break and I know I can take this monster.” Ljubic: „Ich arbeite gerne mit Metaphern, und irgendwie gibt es kleine Monster ja in uns allen, es kommt nur darauf an, ob man sie positiv oder negativ nutzt.“ Ljubics Texte haben Tiefgang und Aussagekraft, ohne dabei kryptisch oder abgehoben zu wirken. „Ich möchte natürlich, dass mein Anliegen von jedem verstanden wird, um meine Ideen und Sichtweisen weitergeben zu können.“ Besonders eindringlich gelungen ist ihm dies in ´All Beauty Dies`, dem musikalischen Nachruf an einen lieben Verwandten, dessen Verlust Ljubic im vergangenen Jahr verkraften musste. Auch hier erweisen sich Gloomball als Band, bei der Text und Musik eine enge Liaison eingehen.

Eines steht also schon jetzt fest: The Quiet Monster wird nicht nur all jene überzeugen, die bereits The Distance genossen und die Band auf der Bühne gefeiert haben. Zumal die anstehende Tournee mit Hämatom im März/April 2015 nachhaltig belegen wird, dass Gloomball auf allen Feldern einen riesigen Schritt vorwärts gemacht haben.

GLOOMBALL - Live als Support von HÄMATOM
19.03.15 CHAM - LA Cafe
20.03.15 DRESDEN - Puschkin
21.03.15 ERFURT - From Hell
26.03.15 MANNHEIM - Alte Seilerei
27.03.15 OSNABRÜCK - Bastard Club
28.03.15 LÜBECK - Riders Cafe
02.04.15 KÖLN - Werkstatt
04.04.15 MÜNCHEN - Backstage
Festival Show:
27.06.15 FINNENTROP - Kirspel Rock Open Air
…mehr Live Dates folgen

Weitere Informationen

  • VÖ: Freitag, 27 März 2015
  • Herkunft: Deutschland
  • Genre: Alternative Metal
  • Label: Stemhammer (SPV)
  • Trackliste:

    1. The Quiet...
    2. Monster
    3. Straight To Hell
    4. All Beauty Dies
    5. Towards The Sun
    6. Sirens (Die Alone)
    7. One More Day
    8. Sullen Eyes
    9. (Don’t) Surrender
    10. Unbreakable
    11. Blood Red World
    12. Blue Is Turning Into Gray

  • Links:

    www.gloomball.com
    www.facebook.com/GLOOMBALL


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