[Review] Saint Astray - Far From Innocence (2014)

[Review] Saint Astray - Far From Innocence (2014)
07 Apr
2014

Nun bewerte ich also ne "Newcomerband". Labelbefreit, mehr oder weniger alles in Eigenregie abgeliefert. Beginnen wir mit dem Positiven: der professionelle Anspruch ist in jedem Track und auch in den Lyrics spürbar. Die Produktion ist grösstenteils klar und lässt höchstens ein wenig Feinschliff vermissen. Aber da verliessen sie uns auch schon...

Das Songwriting kommt über die üblichen Gothic-Klischees seltenst bis gar nicht hinaus, musikalisch bekommen wir Standardkost vorgesetzt und Überraschungen bleiben so gut wie aussen vor.

2004 irgendwo in der Gegend um Nürnberg als Dark Epic Band namens "Sorrows End" entstanden, waren und sind die Hauptköpfe hinter Saint Astray Silvia Frauenschläger und Andy Würth. Über diverse Besetzungswechsel hinweg blieb das Kopfduo erhalten und das Album "Far From Innocence" wurde unter dem neuen Gruppennamen "Saint Astray" eingetütet, unabhängig produziert, weil man labelfrei und eigenverantwortlich bleiben wollte. Soweit, so fein.

Doch was ich hier rezensieren soll, ist mein persönlicher musikalischer Eindruck - und genau DER fällt leider sehr sehr flach aus. Nix ist in den einzelnen Songs vorhanden, das auch wirklich nachhaltig hängenbleibt... tausendfach gehörte Riffs, Lyrics von der Stange und vor allem ein Sänger, der nie aus seinem selbstkreierten Korsett ausbricht. Ich erkenne jede Menge Potential, aber das wurde in diesem Album schlicht verschenkt. Ich wünsche mir ein Nachfolgealbum, das einen gereiften Sänger beinhaltet, auch mal gefühlstechnisch ausbrechend aus dem typischen Gothic Methal Korsett.

Dann kommt tatsächlich am Schluss ein Song, der absolutes Potential hat... "Insanity". Eine Ballade vor dem Herrn, mit weiblicher Begleitung im Hintergrund. Das einzige Problem mit dem Track ist wieder... der männliche Leadgesang! Einfach so völlig ausdruckslos drübergesungen, dass es mir beinahe die Schuhe auszieht! Was hätte aus diesem musikalischen Kleinod werden können, wenn ihn jemand eingesungen hätte, der Gefühl in seine Stimme zu legen versteht und der der  tragischen Melodie Leben einhauchen kann!

Kurz und gut: ich kann diesem Album nix abgewinnen, ziehe den Hut vor der Eigenwilligkeit, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit, aber das Ergebnis ist leider austauschbar wie ein Paar Tennissocken. Better Luck Next Time!

Weitere Informationen

  • Wertung: 3 von 8 Metalhands
  • Herkunft: Deutschland
  • Label: Selfrelease
  • Genre: Dark Metal

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Harald Bitch

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