[Revie] Within Temptation - Hydra (6 von 8 Metalhands)

Within Temptation - Hydra (2014) Within Temptation - Hydra (2014)
02 Feb
2014

Jetzt können wir es also hören und erfassen, das neue Opus von Within Temptation.

"Hydra" ist sein Name, und der Name ist Programm. Sharon del Adel und ihre Truppe haben den Weg, den sie mit dem direkten Vorgänger eingeschlagen haben, konsequent weiterverfolgt. Sharons Stimmvolumen scheint noch einmal kräftig nach unten in die tieferen Regionen zugelegt zu haben, denn längst ist ihre frühere hohe Stimmlage nicht mehr einziges Programm bei den vorliegenden neuen Songkonstrukten.

Bestes Beispiel ist dafür der Einsteiger "Let Us Burn", der genauso radiotauglich wie fesselnd aus den Boxen tropft. Weiter gehts mit einem Song, den man auf einem solchen Werk eher nicht vermutet... "Dangerous". Irgendwo in der Melange aus frühen Nightwish (vom Rockgehalt) und Tempiwechseln der Marke Sonata Arctica, unter starker Mithilfe von Howard Jones, wandelt sich dieses Stück binnen des ersten Vernehmens zu einem absoluten Ohrwurm und der ersten richtigen Granate dieses Albums.

Eher normal geht dann "And We Run" anfangs zur Sache, Sharon veredelt den Song bis zum ersten Refrain, bevor dann Rapper Xzibit seinen ersten (kurzen) Einsatz hat. Metal mit Rap kombiniert, oft versucht, nie gelungen. Und auch hier ist das Resultat einfach nicht zwingend genug, um sich länger festzusetzen. Kann man gut finden, muß man aber nicht.

Und noch ein Duett. Sharon mit Tarja Turunen, der früheren Nightwish-Elfe der ersten Stunde. "Paradise" heißt die Midtemponummer, die gefällig aus den Boxen kommt, aber irgendwie zu glattpoliert daherkommt und dem Stimmvolumen beider Divas einfach nicht gerecht wird. Irgendwo hat man einfach mit den Duetten auf dieser Scheibe nicht den Nerv der Zeit getroffen oder man hat es einfach in der Dichte und/oder Platzierung auf der gesamten Scheibe übertrieben. Musikalisch druckvoll produziert, darf zumindest Tarja dann doch am Anfang des dritten Songdrittels einen (sanften) Ausflug mit ihrem Stimmumfang wagen.

Weiter geht es mit der Ballade "Edge Of The World", die in den ersten beiden Minuten nur von sparsamen Streichern, einem Keyboardteppich und Sharons Stimme getragen wird und erst jenseits der Hälfte des Songs ein wenig Fahrt aufnimmt. Nicht der beste Song dieser Gruppe, aber ein absoluter Ohrwurm. Die Songs Sechs bis Neun sollte jede(r) für sich selbst entdecken, Besseres habe ich lange nicht gehört. Symphonic Metal vom Feinsten.

Der Aussteiger ist wieder ein Duett. Dave Pirner unterstützt Sharon während "The Whole World Is Watching", eine Art Halbballade mit eindeutigem Hang zum Rock, in dem sich zwei Stimmen scheinbar gesucht und gefunden haben. Die Komposition ist nicht zwingend, aber die Kombination dieser beiden Stimmen ist einzigartig. Der Song ist mit seinen knapp über 4 Minuten leider viel zu kurz und endet auch sehr abrupt.

Fazit: Ein Album mit vielen Stärken, aber auch einigen schwachen Momenten. Fans der Truppe können bedenkenlos zugreifen, allen anderen die Frauengesang mögen, sei aber ein Vorabhören dringend ans Herz gelegt, Blindkauf ist keine gute Idee.

Weitere Informationen

  • Vö: Freitag, 31 Januar 2014
  • Wertung: 5 von 8 Metalhands
  • Herkunft: Deutschland
  • Label: Nuclear Blast
  • Genre: Symphonic Metal

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Harald Bitch

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