[Review] Ghost Bath - Moonlover (6 von 8 Metalhands)

Ghost Bath Ghost Bath Bandphoto © by Randy Edwards Photos LLC
18 Mär
2016

Na, da haben sich Nuclear Blast aber eine richtig kleine Perle an Land gezogen. Ghost Bath stammen aus North Dakota, USA, und haben "Moonlover" bereits im Frühjahr 2015 via Northern Silence Productions veröffentlicht, bevor sich nun das Donzdorfer Label dieser talentierten Band annahm und "Moonlover" zuerst als digitalen Download und ab dem 10. April auch als physisches Werk incl. eines Bonustracks wieder veröffentlichen und somit einem breiteren Publikum publik zu machen. In der Bandinfo wird ihr Stil als "Deppressive Black Metal" beschrieben.

Dem "Depressive" kann man nur bedingt zustimmen, da dies vor allem auf die Texte - welche oft von einer Todessehnsucht geprägt sind - und vor allem auf die Vocals zutrifft: das ein oder andere Mal fragt man sich, welche seelischen Qualen ein Mensch erleiden muss, um solche durch Mark und Bein gehenden Schreie von sich zu geben. Musikalisch hingegen wird hier atmosphärischer Black Metal geboten, der gekonnt zwischen Raserei und ruhigen Akkustikklängen wechselt und somit einen perfekten Spannungsbogen aufbaut. Nicht zu vergessen sind die immer wieder eingestreuten Melodien, die eine Gänsehaut nach der anderen erzeugen.

Stellvertretend dafür steht der nach dem kurzen stimmungsvollen Intro einsetzende Opener "Golden Number" - zu dem die Band übrigens auch ein Video gedreht hat - der all diesen Facettenreichtum in einem Song vereinigt - genial! Aber auch die anderen Titel (darunter noch zwei Instrumentale) stehen dem in nichts nach. Erwähnen muss man noch den Bonustrack "Ascension", der für die Band eine Art "Übergang" zum nächsten Album darstellt - planen sie doch eine Album-Trilogie - und der schon mächtig Lust auf mehr macht...

Fazit:
Mit "Moonlover" haben Ghost Bath ein ganz starkes Album auf dem Markt gebracht, das ich jedem Freund, der melodisch atmosphärischen Black Metal mit krankem Gesang was abgewinnen kann, wärmstens ans Herz legen will. Hört euch das komplette Album am Stück über Kopfhörer an, denn so kann es seine Wirkung am besten entfalten. Ihr werdet es nicht bereuen...

Weitere Informationen

  • Vö: Freitag, 19 Februar 2016
  • Wertung: 5 von 8 Metalhands
  • Herkunft: USA
  • Label: Nuclear Blast
  • Genre: Black Metal

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Christian Kammerer

Bin 41 Jahre alt, verheiratet, habe eine kleine Tochter. von Beruf bin ich selbstständiger Tiefkühlgroßhändler. Zum Metal bin ich Ende der 80-er gekommen. Meine erste Metal-LP war Kill em all von Metallica. Neben Metallica waren Overkill, Megadeth und Running Wild meine damaligen "Faves". Zum Black-, Death- & Viking-Metal habe ich Mitte/Ender der 90-er gefunden. Diese sind seitdem meine bevorzugten Genres. Schön hart, aber - sehr wichtig - immer mit Melodien versehen. Schaue aber auch gerne mal über den Tellerrand hinaus. Wir Metaller sind ja schließlich für alle Stile offen! Früher bin ich viel auf Konzerte gegangen (Die Nähe zu Straßburg - La Laiterie - machte dies immer wieder möglich). Aus beruflichen und privaten Zeitgründen ist mir das heute kaum noch möglich.

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3 Kommentare

  • Metal Franky Klasse Review Chris, aber hallo. In das Teil werde ich mal intensiv rein hören. Weiter so!!!! Sonntag, 20 März 2016 10:01 gepostet von Metal Franky
  • Stefan Hamm Sehr gutes Review von einer genialen Band die das Augenmerk auf Atmosphäre legen. Mach wieeter so Chris !!! Montag, 11 April 2016 00:33 gepostet von Stefan Hamm
  • Betti R. Ich wurde selten so von einem Lied mitgenommen als von Golden Number auf diesem Album.
    Als ich einmal ein wenig angetrunken war und es 3 Uhr in der früh war, habe ich mir einen dunklen Raum gesucht und dort dieses Lied bis zum Anschlag aufgedreht und bin ausgerastet.
    Ich habe gleichzeitig geweint und hysterisch gelacht und gegen die Wand eingeschlagen, wegen den Emotionen die dieses Lied in einen Auslösen kann.
    Dienstag, 19 April 2016 22:07 gepostet von Betti R.

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