[#Review] Divine Ascension - Liberator (8 von 8 Metalhands)

Divine Ascension - Liberator (Artwork) Divine Ascension - Liberator (Artwork)
18 Okt
2014

Heureka, da isses also! Die heutige Review wird nicht ganz so objektiv werden, denn hier pocht ganz laut das Fanherz mit. Ich habe Divine Ascension 2011 über Youtube entdeckt, als ich per Zufall über ihr Video "Answers" aus ihrem ersten Album "As The Truth Appears" gestolpert bin. Seither vergöttere ich diese Truppe. Warum das neue Werk trotzdem nicht der von mir erhoffte absolute überflieger geworden ist, erzähle ich euch nun in den kommenden Zeilen.

DA existieren seit 2007. Ihr erstes Demo bestand noch aus drei Songs, die mal eben im Vorbeigehen eingezimmert wurden und definitiv Democharakter haben. Das 2011 erschienene Debütalbum war das schon um Klassen besser - druckvoll und sauber produziert, irgendwo in der Gemengelage zwischen Power, Heavy, Symphonic und Prog Metal verortet, und durchdachte, weitab von 0815-Lyrics angesiedelte Sangestexte ummantelteten eine virtuose Instrumentalfraktion. Garniert mit Jennifer Borg, einer Sangesgöttin mit einer gigantischen Stimme. Roh und trotzdem zart, clean in der Farbe und einfach passend eingewoben in den Gesamtsound. Die aus Australien stammende Band hatte einfach das Gespür für das absolute Momentum.

Und nun schreiben wir 2014. Das neue Album "Liberator" wird am 21. November veröfentlicht und mir obliegt die Ehre, es reviewen zu dürfen.

Ich gehe nicht auf einzelne Titel dieser Grosstat ein. Das würde jedweden Rahmen sprengen. Was haben wir hier nun? Eine Grosstat, wie bereits erwähnt. Bis ins letzte Detail ausgeklügelte Kompositionen, ideen- und facettenreich umgesetzt, druckvoller und klarer als das Debütalbum produziert, in jedem Detail musikalisch sowie textlich nochmals ein kompletter Quantensprung auf den nächsthöheren Level. Gitarrenläufe und Solos, feinstens aufgewoben und ziseliert, gehen über in Breaks und Keyboarddetails, dass es jedem Power- und Symphonic Metal Fan Tränen der Freude ins Auge treiben muss. Dazu diese Göttin am Mikro - boah, wie ein in CD Form gegossener Rocktraum. Musikalisch ist der Bombast reduziert worden, die Gitarren und der Bass kommen wesentlich treibender, es wird nochmals wesentlich direkter musiziert... ich könnte hier soviele Superlative aufzählen, und alle fragen sich nun: warum zum Geier, bei all der Begeisterung, wird das nicht das Album des Jahres?!

Tja, das Album hat einen gewaltigen Kardinalsfehler, der sich leider durchs komplette Album zieht. Während musikalisch alles top of the list ist, hat man die eigentliche Superwaffe beim Mix komplett zum Stiefmütterchen verkommen lassen. Die Sängerin, warum auch immer, wurde in allen Songs viel zu weit in den Hintergrund gemixt. Die Dominanz und Wucht ihrer Stimme kommt nur in ganz wenigen, ruhigen balladesken Passagen voll zur Geltung. Das wurde im Debüt wesentlich besser gehandhabt, dort ist die Mischung zwischen Instrumentalfraktion und Sängerin einfach auf den Punkt. Hätte man das hier auch geschafft, wäre "Liberator" eine Göttergabe, ein absoluter Meilenstein... denn alles, was man nur gigantisch gut und richtig machen kann, wurde hier vollzogen. Wäre da nicht dieser Mix...

Fazit:
Absolute Kaufempfehlung für den geneigten Fan. JEDER, der Power/Symphonic/Prog Metal mag, sollte hier unbedingt reinhören. Es ist eine Perle. Aber leider kein Diamant.

Weitere Informationen

  • Vö: Freitag, 21 November 2014
  • Wertung: 7 von 8 Metalhands
  • Herkunft: Australien
  • Label: Vicisolum Productions
  • Genre: Symphonic Metal

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Harald Bitch

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