Wolf Hoffmann veröffentlicht Soloalbum Headbangers Symphony am 01. Juli!

  • geschrieben von  Nuclear Blast (Markus Wosgien)
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Wolf Hoffmann Wolf Hoffmann Photo © by Nuclear Blast
29 Apr
2016

Accept's Wolf Hoffmann, Gitarren Powerhouse, Inspiration und Vorbild für Generationen neuer Gitarrenhelden, dessen Klassik-Handschrift in vielen Accept Komposition zu erkennen ist - steht kurz davor auch sein 2. Solo Album den ganz großen Meistern zu widmen: "Headbangers Symphony" erscheint am 1. Juli über Nuclear Blast.

Wolf Hoffmann hat eine Leidenschaft. Seine lebenslange Liebe und Hingabe für die Heavy-Metal-Musik ist auf dutzenden Alben in vier Jahrzehnten mit seiner Langzeit Heavy-Metal-Band Accept dokumentiert worden. Doch jenseits des Heavy Metal hat Wolf eine anhaltende Schwäche für die Klassiker, für jene, die vor Jahrzehnten und Jahrhunderten geschrieben wurden.

Klassische Musik ist schon immer ein Einfluss - allerdings begrenzt - für Accepts teutonische Herangehensweise an Rock und Heavy Metal gewesen. Wie auch immer, es dauerte bis 1997, während einer längeren Auszeit von Accept, dass Wolf Hoffmann endlich die Gelegenheit dazu hatte, dieses Interesse vollkommen zu erkunden und mit Leben zu füllen, indem er sein erstes erstaunliches Soloalbum "Classical" aufnahm; ein Werk, das voller von Rockgitarren getriebenen Interpretationen von einigen der beliebtesten Kompositionen der klassischen Musik steckt.

„Ich habe immer klassische Musik in mein Songwriting bei Accept eingebaut, vor allem bei "Metal Heart". Aber ich hatte dauernd das Gefühl, dass ich so viel mehr machen konnte, doch ich wollte Accept nicht damit überladen und es gekünstelt klingen lassen. Ich wusste immer, dass ich eine ganze Platte daraus machen konnte, und so entstand die erste Scheibe "Classical". Sogar heute erzählen mir Fans, dass sie es sich noch immer anhören. Umso fantastischer ist es, dass es nun ein weiteres Album gibt.“

"Headbangers Symphony" ist ein deutliches Statement eines genialen Musikers, der sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen wollte, sondern sich weiterhin selbst pusht und herausfordert.

"Headbangers Symphony" - Tracklist:
01. Scherzo (L. v. Beethoven)
02. Night On Bald Mountain (M. Mussorgsky)
03. Je Crois Entendre Encore (G. Bizet)
04. Double Cello Concerto in G Minor (A. Vivaldi)
05. Adagio (T. Albinoni)
06. Symphony No. 40 (W. A. Mozart )
07. Swan Lake (P. Tchaikovsky)
08. Madame Butterfly (G. Puccini)
09. Pathétique (L. v. Beethoven)
10. Meditation (J. Massenet)
11. Air On The G String (J. S. Bach)

„Ich bin einfach begeistert von "Headbangers Symphony". Es hat lange, lange gedauert, doch nun ist es endlich geschafft!“ Wolf platzt schier vor Freude als er über seine aktuelle Herzensangelegenheit spricht. Aber warum jetzt? „Es ist wirklich Zufall. Nachdem wir die letzte Accept-Tour beendet hatten, hatte ich endlich die Zeit, um es fertigzustellen. Begonnen habe damit bereits vor ein paar Jahren. Die ersten Aufnahmen lagerten schon jahrelang und fast fertig in den Archiven meines Heimstudios. Die Wahrheit ist, dass ich aufgrund des anhaltenden Erfolgs mit Accept nur daran arbeiten konnte, wenn Accept nicht am Aufnehmen oder Touren war.“

Die erste wichtige Entscheidung war es, die geeignetsten Stücke auszusuchen. Diese war ein Forschungsprozess, der Wolfs Bewunderung für die Klassiker nur noch steigerte.

„Ich höre immer klassische Musik, es läuft ständig in meinem gesamten Haus. Ich besitze eine große Klassik-Sammlung und wenn ich höre, oft zufällig ausgewählt, dass mich etwas wirklich berührt, schreibe ich mir das auf. Wenn ich bemerke, dass dies oder das im Rock oder Heavy Metal funktionieren könnte, erinnere ich mich daran und verfolge es weiter! So ging das eine ganze Weile lang!“

Es gibt etliche Gründe für das nötige Experimentieren, dem sich Wolf hingab. Die meisten Klassik-Werke wurden geschrieben, um von einem kompletten Orchester gespielt zu werden. Das fließende Timing, die mehrfachen, komplexen Schichten und Bereiche, die sich über ausgiebige Abschnitte zogen, klassische Musik wurde einfach nie dafür entwickelt, zum im Rock 'n' Roll so verbreiteten, starren Beat zu spielen.

"Headbangers Symphony" bietet eine Fülle an qualitativ hochklassigen Improvisationen. Wolf nahm sich die Haupstücke zur Brust und schrieb dann passende Riffs dazu. Zu guter Letzt legte er, ganz nach alter Hard-Rock-Tradition, Gitarrensoli darüber. Er formte den Sound zu etwas recht Abenteurlichem, die Kernmelodien der Originale behielt er jedoch bei.

Die erste Platte hatte den Fokus auf den bekannteren Stücken; die zweite - "Headbangers Symphony" - steht für eine ähnliche Herangehensweise.

„Allgemein folgt es demselben Weg“, bestätigt Wolf. „Doch diesmal habe ich versucht, weniger bekannte Werke miteinzubinden. Meistens werden die Hörer allerdings sagen: "Hey, die Melodie kommt mir bekannt vor..." Es ist also von der Art her "Classical" wirklich sehr ähnlich. Es war mein Wunsch, Melodien aufzunehmen, die ich mag und die die Leute wiedererkennen.“

Nun, da das Album fertig ist, schaut Wolf stolz zurück und ist mit dieser wahrhaftigen Herzensangelegenheit zufrieden; dies ist etwas, was er tun wollte, seit das erste Album "Classical" vor beinahe 20 Jahren erschienen ist. Während Accepts Peter Baltes etliche beeindruckende Bassspuren beisteuerte und andere bekannte Gastmusiker ebenfalls ihren Anteil dazu beitrugen, wurde der Großteil der Arbeit von Wolf selbst und dem italienischen Musiker und Arrangeur Melo Mafali zu Ende gebracht.

„Es gibt zwei Hauptkategorien“, erklärt Wolf. „Zuerst das härtere Material wie Beethoven, die bombastischen, gewaltigen Epen, bei denen man einfach mitshredden kann. Und dann gibt es natürlich noch die Balladen, langsamere Stücke, die tiefere Gefühle in jedem Hörer wecken.“

Die zahlreichen Highlights auf "Headbangers Symphony" lassen sich einfach festmachen. Das Album beginnt mit 'Scherzo' aus der bekannten '9. Symphony' von Ludwig v. Beethoven. Vielen Hörern werden das Opening-Riff wohl vom Accept-Song 'Teutonic Terror' kennen.

„Als wir 2009 mit den Arbeiten an den Songs für das "Blood Of The Nations"-Album begannen“, erklärt Wolf, „spielte ich unserem Produzenten Andy Sneap die Klassik-Demos vor. Er mochte das Riff sehr und bestand darauf, dass wir es auf der Platte benutzen. Also schrieben wir 'Teutonic Terror', für das wir uns dieses Riff "geliehen" haben.“

Weitere Highlights folgen dicht aufeinander: 'Night On Bald Mountain' vom russischen Komponisten Modest Petrovich Mussorgsky ist ein äußerst dramatisch-dunkler Song, der von einem Hexen-Sabbat handelt, perfekt geeignet für Wolfs "Metal-Behandlung". 'Symphony No. 40' von Wolfgang Amadeus Mozart wird einem sofort bekannt vorkommen. Er ist ein wenig schneller, ziemlich fröhlich, eben typisch für Mozart. Nicht böse and hart wie ein Großteil des restlichen Materials, betont Wolf. Weitere Höhepunkte sind Wolfs Interpretationen von Meisterwerken wie Tschaikowskys 'Schwanensee', 'Pathétique', ebenfalls von Ludwig v. Beethoven, 'Méditation' aus der Oper "Thais" des französischen Komponisten Jules Massenet und selbstverständlich das vorhin erwähnte 'Madame Butterfly'.

Insgesamt stellen die elf Stücke auf "Headbangers Symphony" das perfekte Porträt von Wolfs lebenslanger Leidenschaft für die Klassiker und seine Bewunderung für den Heavy Metal dar.

„Ich habe so viel und so lange daran gearbeitet, bis ich damit zufrieden war. Das ist es nun und ich bin begeistert und stolz darauf. Es ist wie ein Kind, das jetzt das Laufen gelernt hat.“

www.Acceptworldwide.com/Accept-discography/wolf-hoffmann-headbangers-symphony/
www.nuclearblast.de/wolfhoffmann

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